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Zurück aus dem Dschungel

Bilit, Malaysia


Wir haben spannnende Tage hinter uns!
Am Mittwoch fuhren wir für zwei Nächte zu einer Lodge im Schutzgebiet des Kinabatangan Flusses. Wir konnten mit unserem Leihwagen dem Versorgungswagen bis zum Fluss folgen - am Schluss eher knapp über eine ziemlich schlammige Piste- und mussten dann nur noch mit dem Boot einige Meter den Fluss rauf übersetzen, bis wir in ein kleines Stelzenhaus ziehen konnten.
Von dort aus konnten wir einige geführte Morgen- und Abendflussfahrten und kleine Wanderungen im Dschungel unternehmen.

Unser Ziel war natürlich, den richtigen Urwald auf Borneo zu erleben und viele Tiere zu sehen. Dabei wurden unsere Erwartungen ziemlich spektakulär übertroffen! Neben einigen Affenarten (Makakken, Nasenaffen und Gibbons) und farbigen Vögeln haben wir gehofft, auch mal ein nachtaktives Tier zu sichten, vielleicht sogar ein Krokodil oder eine Schlange. Einen Orangutan zu sehen sei allerdings schon sehr selten, wurde uns mitgeteilt.


Nun, das Glück (und einige gute Augenpaare!) war mit uns: Schon bei unserer erster Bootsfahrt, als wir eben einen Seeadler beobachtet hatten und gemütlich dem Fluss entlang tuckerten, entdeckte Tom gerade noch einen grossen Orangutan, der sich versteckt in einem Baum direkt am Ufer an einigen Knospen gütlich tat! Auch als wir beidrehten um ihn zu beobachten, liess er sich nicht gross stören: Er betrachtete uns seinerseits eingehendst und zog dann gemütlich von dannen.
Ein Privileg, dem Waldmenschen auf seinem Territorium so nahe gewesen zu sein!

Auf einer anderen Fahrt konnten wir weit weg dann nochmal eine Orangutan ausmachen, der sich hoch oben in der Krone eines Baumes sein Schlafnest baute. Wir waren aber wohl seit langem die ersten und einzigen, die einem der Tiere so nahe kamen, dass wir ihm in die freundlichen Augen blicken konnten.

Natürlich sahen wir auf den Flussfahrten unzählige andere Tiere: Herumtollende Makkaken, Gruppen von bizarren Nasenaffen, die sich hoch in den Bäumen an ihren Blättern gütlich taten, verschiedene Nashornvogelarten, Reiher, Kormorane, See - und Schlangenadler, Eisvögel und sogar mal eine Mangrovenschlange direkt am Ufer. Oft hätte ich dabei gerne ein längeres Objektiv mit gehabt, um auch entferntere Tiere - vor allem Vögel - besser ablichten zu können.


Spannend waren auch die Erkundungstouren im Dschungel. Am Tag stand vor allem das sich-durch-den-Dschungel-und-Sumpf-Schlagen im Vordergrund. Dabei konnten wir die Flora so richtig hautnah erleben und sahen viele Schmetterlinge, Spinnen und sonstiges Gefläuchs.

In der Nacht war dann das Aufspüren von Tieren angesagt. Ein Guide versuchte, mit einer Taschenlampe im stockdunklen Wald interessante Begegnungen zu vermitteln. Wir waren erstaunt, wunderschöne Vögel auf kleinen Aestchen zu finden, wo sie - sich vor Schlangenangriffen geschützt fühlend - im Tiefschlaf verweilten. Manchmal konnte ich so nahe an die schlafenden Tiere gelangen, um richtig gute Aufnahmen zu machen.
Zweimal lief uns sogar ein jagendes Malayisches Civet über den Weg: Das Tier sieht aus wie ein Leopard mit einer Dachsschnauze und gleitet absolut geräuschlos durch das Unterholz.

Ein weiteres Highlight - kann man denn die Begegnung mit dem Orangutan noch toppen? - erlebten wir an einer morgendlichen Flussfahrt.
Ach ja, wir hätten ja gerne ein Krokodil gesehen, oder vielleicht sogar ein Phyton...

Als der Guide dann beim Vorbeifahren am Ufer eine Bewegung sah, und wir die Ursache näher untersuchten, war die Sensation perfekt: Eine riesige Phyton wurde gerade von einem grossen Krokodil verspeist! Das hatte vorher noch keiner hier zu Gesicht bekommen.
Das Krokodil fühlte sich durch die viele Aufmerksamkeit bei seiner Mahlzeit gestört, konnte aber nicht einfach so abtauchen, weil ihm einige Meter Python aus dem Rachen hingen und seine Position deutlich anzeigten. Zu guter Letzt verschwand es tiefer in die Böschung, um seine Ruhe beim Hinunterschlingen der fetten Beute zu haben.

Wir haben unsere kleine Expedition in den Dschungel von Borneo in vollen Zügen genossen. Sehr freundliche Leute haben sich um unser Wohlergehen gekümmert und versucht, uns möglichst viel vom grossen Kinabatangan Reservat zu zeigen.

Jetzt sind wir zurück in Sepilok und erholen uns ein wenig vom früh aufstehen und spät im Wald rumhängen.
Morgen fahren wir zurück nach Kina Kotanbalu, von wo wir mit dem Flieger über Kuala Lumpur nach Kota Bharu reisen werden. Auf den Perenthian Islands ist dann Baden angesagt!





permalink written by  marcel on July 30, 2010 from Bilit, Malaysia
from the travel blog: Familie Bucher in Malaysia
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